Aluminium, Kupfer und Messing sind wertvolle Rohstoffe – doch lassen sie sich nur schwer aus einem gemischten Abfallstrom herausfiltern, da sie nicht magnetisch sind. Hier kommt der Wirbelstrommagnet, auch Eddy-Current-Separator genannt, ins Spiel. Die Technik ist elegant und effizient und kann das, was früher auf Deponien landete oder verbrannt wurde, in direkte Einnahmen verwandeln.
Das Prinzip: Rotierende Magnete erzeugen eine abstoßende Kraft
Ein Wirbelstrommagnet basiert auf einem rotierenden Kern aus starken Neodym-Magneten. Wenn ein nichtmagnetisches (oder nur sehr schwach magnetisches) leitfähiges Material – beispielsweise ein Stück Aluminium – über den Kern läuft, werden im Metall elektrische Wirbelströme induziert. Diese Ströme stoßen das Metall vom Förderband ab und bilden eine separate Fraktion.
Das Ergebnis ist, dass Metall mit hoher Präzision – bis hin zu Partikeln von 0,5 mm – von Kunststoff, Holz, Stein und anderen Materialien getrennt werden kann. Je leichter und elektrisch leitfähiger das Metall ist, desto effektiver funktioniert die Trennung. Aluminium ist eines der Materialien, die sich mit dieser Technik am einfachsten trennen lassen, aber auch Kupfer und Messing werden effizient abgetrennt. Die Wahl des richtigen Magneten für das Material basiert auf einer korrekten Analyse des Materials, aus der sich der Magnettyp, die Anzahl der Gauss usw. ergibt. Dieses Wissen ist entscheidend, um eine maximale Rückgewinnungsrate des Metalls zu erzielen.
Warum ist es wirtschaftlich wichtig, diese Metalle zu recyceln?
Das Recycling von Aluminium ist einer der energieeffizientesten Bereiche der gesamten Recyclingbranche. Es erfordert nur einen Bruchteil der Energie, die bei der Neuproduktion aus Bauxit benötigt wird. In Schweden geht jedes Jahr Aluminium im Wert von fast zwei Milliarden Kronen aufgrund unzureichender Sortierung verloren – Kosten, die mit der richtigen Technik weitgehend vermieden werden können.
Für Kupfer gelten ähnliche Zahlen: Durch Recycling lassen sich im Vergleich zur Neuherstellung bis zu 85 Prozent der Energie einsparen, und das recycelte Material behält nahezu seinen vollen Wert. Messing und andere Legierungen kommen noch hinzu.
Kurz gesagt: Jeder Promille dieser Metalle, der aus dem Abfallstrom zurückgewonnen wird, schafft unmittelbar wirtschaftlichen Wert.
Anwendungen
- Bodenasche aus der Müllverbrennung – Rückgewinnung von Metallen, die sonst verloren gingen
- Bauschutt und Abbruchmaterial – Kupfer, Aluminium und Messing aus Installationen
- Zerkleinerte Massen – beim Zerkleinern werden Metalle freigesetzt, die anschließend abgetrennt werden können
- Park- und Gartenabfälle mit Metallteilen
- Industrieabfälle mit Metallrückständen
Einbindung in Ihre Linie
Ein Wirbelstrommagnet funktioniert am besten, wenn das ankommende Material die richtige Korngröße aufweist und relativ frei von grobem Störmaterial ist. Daher wird er typischerweise hinter einer Sortieranlage oder einem Brecher platziert und oft mit einem Überbandmagneten kombiniert, der in einem ersten Schritt die magnetischen Metalle (Eisen und Stahl) abfängt. Die Wirbelstrommagnete von Norditek sind in drei Grundgrößen erhältlich und können direkt an beispielsweise eine Sortieranlage angekoppelt werden, um einen kompakten und effizienten Systemfluss zu gewährleisten.
Zusammenfassung
Der Wirbelstrommagnet ist eine Investition, die sich oft schnell amortisiert – die damit gewonnenen Metalle machen sich schnell bezahlt. Bei richtiger Dimensionierung und richtiger Integration in Ihre Anlage kann er einen spürbaren Unterschied für Ihre Recyclingquote und Ihre Einnahmen bewirken.
Kontaktieren Sie uns bei Norditek, wenn Sie die Technik an Ihrem eigenen Material testen möchten. Wir führen Testläufe durch und helfen Ihnen bei der richtigen Dimensionierung.