Brecher und Siebe geben Ihnen die Kontrolle über die Korngröße. Magnet und Windsichter kümmern sich um die Metalle und die leichten Verunreinigungen. Aber was machen Sie mit Materialien, die gleich groß sind, aber eine völlig unterschiedliche Dichte haben – wie zum Beispiel Beton, der mit Holz vermischt ist? Hier ist das Wasserbad unübertroffen. Indem die Technik nutzt, dass verschiedene Materialien in unterschiedlichen Tiefen schwimmen, kann sie Fraktionen trennen, die mit mechanischen oder luftbasierten Methoden fast unmöglich zu trennen sind.
Das Prinzip: Das Archimedes-Prinzip im industriellen Maßstab
Das Wasserbad nutzt die Tatsache, dass sich Materialien mit unterschiedlicher Dichte im Wasser unterschiedlich verhalten. Leichte Materialien – Kunststoff, Holz, leichtere organische Materialien – schwimmen an der Oberfläche. Schwere Materialien – Beton, Stein, Ziegel, Metall – sinken auf den Boden. Die Materialien in der Mitte können je nach Einstellung abgetrennt werden.
Dieses scheinbar einfache Prinzip ermöglicht Trennungen mit einem Reinheitsgrad, der auf andere Weise nur schwer zu erreichen ist. Das Ergebnis sind Fraktionen, deren Reinheit hoch genug ist, um als Rohstoff weiterverkauft zu werden, anstatt als Reststoff eingestuft zu werden.
Anwendungsbereich: Bauabfälle
Bauschutt ist eines der am besten geeigneten Materialien für die Wasseraufbereitung. Der angelieferte Bauschutt enthält in der Regel eine Mischung aus Beton, Ziegeln, Holz, Kunststoff und Metallen. Nach dem Zerkleinern und Sieben bleibt eine gemischte Fraktion zurück, die mechanisch nur schwer zu verarbeiten ist. Das Wasserbad löst dieses Problem: Das Holz schwimmt auf, der Beton sinkt ab und die Kunststofffraktion kann an der Oberfläche gesammelt werden.
Im Rahmen eines Kooperationsprojekts mit Ragn-Sells Häradsudden demonstrierte Norditek, wie durch die Integration eines Wasserbads in die Produktionslinie mehr und sauberere Fraktionen aus dem Bauschutt aussortiert werden konnten – Fraktionen, die zuvor auf Deponien landeten.
Anwendung: Streusand
Bei der Aufbereitung von Straßenkehricht enthält das Ausgangsmaterial oft eine Mischung aus Sand, Kies und organischem Material. Aber auch anorganisches Material wie Plastik, Schnupftabakdosen und alles, was auf unseren Straßen weggeworfen wird. Mit einem Wasserbad lassen sich diese Bestandteile effizient trennen, was die Wiederverwendung der Sandfraktion für die nächste Saison ermöglicht. Die gleiche Methode wird auch für ähnliche Anwendungen genutzt, anstatt das Material auf die Deponie zu bringen.
Energie und Umwelt
Wasserbasierte Trennverfahren sind im Vergleich zu thermischen oder chemischen Alternativen relativ energiesparend. Das Wasser kann oft im System wiederverwendet werden, wodurch der Verbrauch minimiert wird. Aus ökologischer Sicht trägt diese Technologie dazu bei, dass mehr Material im Kreislauf verbleibt und der Bedarf an neuen Rohstoffen sinkt.
Integration
Das Wasserbad wird in der Regel als letzte oder vorletzte Station in der Produktionslinie platziert – nach Brecher, Sortieranlage und Windsichter. Dank des modularen Konzepts von Norditek lässt sich das Wasserbad ohne aufwendige Anpassungen in die übrigen Maschinen des Sortiments integrieren.
Zusammenfassung
Das Wasserbad ist eine der effektivsten Methoden, um die Reinheitsgrade zu erreichen, die der Rohstoffmarkt und die gesetzlichen Vorschriften verlangen. Diese Technologie verwandelt gemischte Restfraktionen in verkaufsfähige Rohstoffe. Möchten Sie mehr darüber erfahren, wie sich ein Wasserbad in Ihre Produktionslinie integrieren lässt? Kontaktieren Sie uns bei Norditek.